Arbeitskreis Leben Freiburg e.V.


Freiburg, Baden-Württemberg
Kategorien: Kategorie Gesundheit Kategorie Seelsorge Kategorie Aufklärung 
Das sind wir

Bis in die Mitte der 1970er Jahre hinein war das Thema Suizid vorwiegend ein Thema für die Psychiatrie. Suizid war Ausdruck einer krankhaften (psychiatrischen) Entwicklung, der suizidale Mensch ein medizinischer Notfallpatient.

1995 wurde in München die „Arche“, die erste ambulante Einrichtung für suizidgefährdete Menschen gegründet, die bis heute ausgesprochen psychotherapeutisch orientiert ist.
Von 1976 an wurden bis heute in mehreren Städten Baden-Württembergs die „Arbeitskreise Leben (AKL)“ gegründet. Diese wiederum orientierten sich an der englischen Organisation der „samaritans“ und der „befrienders international“. Der Mensch wird nicht als Kranker verstanden, sondern als jemand in einer (psychosozialen) Krise gesehen. Krisen an sich sind nicht krankhaft, sie gehören zum Leben.

Das Ziel der Bemühungen ist es, den Not leidenden durch eine verlässliche, stabile Beziehung am und im Leben zu halten. Diese Form der nicht-therapeutischen Beziehung wird als Alltagsbegleitung bezeichnet und vorwiegend durch ausgebildete, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen geleistet.

Die Mitarbeiterteams aller AKL zeichnen sich deshalb dadurch aus, dass wenige professionelle, hauptamtliche MitarbeiterInnen und viele ehrenamtliche, geschulte und fachlich begleitete „AlltagsbegleiterInnen“ (oder: KrisenbegleiterInnen) partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Da mit dem Erleben und Durchleiden von Krisen häufig auch psychische Beeinträchtigungen – z. B. Depressionen – einhergehen, ist eine gute Vernetzung der AKL in andere Hilfesysteme, z. B. auch mit dem medizinischen Sektor, unerlässlich.

Das machen wir

AKL Freiburg | Hilfe in Lebenskrisen/Suizidprävention
Der AKL Freiburg (Arbeitskreis Leben – Hilfe in Lebenskrisen / Suizidprävention) ist die einzige Beratungsstelle für suizidgefährdete Menschen, Menschen in Lebenskrisen und Hinterbliebenen nach Suizid in der Region Südbaden. Gegründet wurde die Einrichtung 1977 unter dem Namen Psychosoziale Beratungsstelle für Selbstmordgefährdete und Menschen in Lebenskrisen“. Zum Team der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören drei Hauptamtliche Sozialarbeiter/-pädagogInnen mit therapeutischen Zusatzausbildungen und rund 60 qualifizierte Ehrenamtliche.

Persönliche Beratung
Wir bieten eine persönliche Beratung für Menschen in Lebenskrisen, Suizidgefahr bzw. Menschen die in Sorge sind um Angehörige/ Freunde sowie Trauernden nach Suizid. In der Regel werden Gesprächstermine telefonisch vereinbart (0761 – 3 33 88). Das erste Gespräch wird immer von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin geführt und ist kostenfrei. Es dient dazu, einen Einblick in Ihre Situation zu bekommen, erste Fragen zu beantworten und eine gemeinsame Absprache zu treffen, wie es weiter geht. In unserer Beratungsstelle möchten wir Ihnen einen Raum bieten, in dem Sie die Möglichkeit haben Ihre Situation zu besprechen und wo auch Platz für die dunkle Gedanken ist. Natürlich unterliegen alle MitarbeiterInnen der Schweigepflicht.

Wenn Sie in einer schwierigen Lebenssituation sind, aber nicht zu uns in die Beratungsstelle kommen können, bieten wir in Einzelfällen auch eine Beratung per Telefon bzw. per E- Mail an. In der Regel findet dann für einen gewissen Zeitraum einmal die Woche ein Telefonat bzw. ein Mailkontakt statt. Bitte beachten Sie aber, dass wir auch eine Beratung per Telefon bzw. Mail nur für Personen aus Freiburg und den angrenzenden Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen anbieten.

Alltagsbegleitung
Eine besondere Form der Beratung bietet unsere Alltagsbegleitung. Dabei stellen sich Menschen mit verschiedenen Hintergründen ehrenamtlich zur Verfügung, um Menschen in Krisensituationen zur Seite zu stehen und sie durch die schwere Zeit auf einer „freundschaftlichen Ebene“ zu begleiten. Im Mittelpunkt sollen dabei Gespräche stehen, nach gemeinsamer Absprache ist es aber z.B. auch möglich, spazieren zu gehen oder zu einem Ämtergang zu begleiten. Die Alltagsbegleitung ist auch über einen längeren Zeitraum möglich und für Sie kostenfrei. Unsere ehrenamtlichen KrisenbegleiterInnen werden von uns intensiv für diese Aufgabe ausgebildet und betreut. Vor einer Alltagsbegleitung findet immer ein Gespräch mit einer/einem hauptamtlichen MitarbeiterIn statt.


Trauer nach Suizid
In Deutschland sterben jährlich mehr als 10.000 Menschen durch die eigene Hand. Statistisch bleiben sechs nahe Angehöre zurück, die nicht selten traumatisiert sind. Sie fühlen sich mit ihren Problemen alleine gelassen, leiden häufig unter Scham- und Schuldgefühlen. Die Tabuisierung der Todesursache Suizid führt nicht selten zu einer inneren und / oder äußeren Situation. Seit 1994 bietet der AKL Freiburg den Hinterbliebenen nach Suizid (engl. „survivors“) spezielle Hilfeangebote an. Als besonders hilfreich haben sich die Gruppenangebote erwiesen.

Geleitete Selbsthilfegruppe
Einmal im Jahr bieten wir eine Gruppe für Trauernde nach Suizid in unseren Räumen an. Geleitet wird diese von erfahrenen Mitarbeiter/-innen des AKL. Die Gruppe umfasst max. acht Teilnehmerinnen und beginnt im Oktober oder November (s. Aktuelles). Die Gruppe trifft sich an acht Abenden á zwei Stunden und einem Abschluss-Samstag. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein persönliches Kennenlern-Gespräch zu einem telefonisch vereinbarten Termin (0761 – 3 33 88). Für die Teilnahme an der Gruppe wünschen wir uns eine Spende über 150,00 Euro. Am Geld soll jedoch nichts scheitern.

Trauerseminare für Hinterbliebene nach Suizid
Das Katholische Bildungshaus St. Ulrich in Bollschweil (15 km südlich von Freiburg) bietet zweimal jährlich ein Trauer-Wochenendseminar für Hinterbliebene nach Suizid an. Geleitet wird das Seminar von Wolfgang Stich, dem Leiter des AKL Freiburg und Anne Garbs, einer erfahrenen Krisenbegleiterin des AKL Freiburg. Das Haus ist für seine beruhigende Atmosphäre, die gute Verpflegung, das freundliche Personal und die preiswerten Seminarkosten bekannt. Die Buchung des Seminars erfolgt über das Bildungshaus St. Ulrich (07602 / 9101-0 oder www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de)

Offene Selbsthilfegruppen nach Suizid
Ohne professionelle Leitung trifft sich einmal im Monat die sogenannte „Offene Gruppe“ für Trauernde nach Suizid in den Räumen des AKL. Voraussetzung für den Besuch der Gruppe ist eine vorausgegangene Teilnahme an der Geleiteten Selbsthilfegruppe, am Trauerseminar im Bildungshaus St. Ulrich oder an einer anderen Trauergruppe. Ein Zugang zur Gruppe ist nur einmal im Jahr, in der Regel im Mai, nach vorheriger Absprache und einem Kennenlern-Gespräch möglich (0761 – 3 33 88).

Einzel-, Familien- und Paarberatung
Wer keine Gruppe besuchen möchte oder wem die Wartezeit bis zum Beginn der nächsten Gruppe zu lange dauert, kann uns zu Einzel-, Paar- oder Familiengesprächen besuchen. Nach Möglichkeit und auf Wunsch stellen wir auch Kontakte zu anderen Betroffenen her. Es gelten hier grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen wie auch für alle andere Beratungs- und Begleitgespräche beim AKL: Nach einer telefonischen Terminvereinbarung findet ein erstes Gespräch bei einem / einer professionellen, erfahrenen Mitarbeiter/-in statt. In diesem besprechen wir Ihre Wünsche und Bedürfnisse und unsere Möglichkeiten. Zur telefonischen Terminvereinbarung oder für Rückfragen wählen Sie die Nummer 0761 – 3 33 88.

Ökumenischer Gedenkgottesdienst für Suizidverstorbene und ihre Hinterbliebenen
Jährlich am dritten Samstag im Oktober findet um 14.00 Uhr der Ökumenische Gedenkgottesdienst statt. Ab 2012 sind wir in der evangelischen Melanchthonkirche in der Markgrafenstraße 18 (Freiburg-Haslach) zu Gast. Der Gottesdient wird von betroffenen Frauen, Mitarbeiter/-innen des AKL und einem katholischen und evangelischen Geistlichen vorbereitet und durchgeführt. Im Anschluss sind alle zu Kaffee und Kuchen in das angrenzende Gemeindehaus eingeladen. Kuchenspenden sind herzlich erwünscht und können direkt zum Gottesdienst mitgebracht werden.


Fortbildungen/Workshops
Der Umgang mit suizidalen Menschen ist nicht nur für Angehörige schwierig. Auch Menschen die in Ihrem beruflichen Kontext mit Menschen in (suizidalen) Krisen zu tun haben, spüren oft einen großen Druck schnell und richtig zu handeln zu wollen und erleben sich gleichzeitig vielen Unsicherheiten und Ängsten ausgesetzt. Wir bieten Fortbildungen, Seminare und Workshops an für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die beruflich an den Themen Suizid und Suizidprävention interessiert sind. Neben den theoretischen Hintergründen ist es uns auch wichtig, für Alarmsignale zu sensibilisieren, an praktischen Beispielen den eigenen Umgang einzuüben, aber auch die eigenen Grenzen zu erkennen.

Im Inhalt und Umfang der Fortbildung richten wir uns nach Ihren Kenntnissen und Wünschen, wir erheben wir einen Stundensatz von 60,-- €.

Wenn Sie weitere Fragen zu unseren Fortbildungsangeboten haben, melden Sie sich bei uns unter 0761 – 3 33 88 oder über das Kontaktformular auf dieser Homepage.

Das brauchen wir

Spenden an den AKL
Ihre Spende hilft uns, die bewährten Hilfeangebote für suizidgefährdete Menschen und Trauernde nach Suizid aufrecht zu erhalten sowie die Kosten der Ausbildung und Begleitung unserer rund 60 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu decken.
Spenden können Sie bequem und sicher im Lastschriftverfahren über unser Onlineformular oder mit Paypal. Wenn Sie uns dauerhaft mit einem festen Betrag (Dauerauftrag) oder auf dem traditionellen Weg per Überweisung unterstützen möchten, nutzen Sie bitte die Bankverbindung unseres Spendenkontos bei der Bank für Sozialwirtschaft.

Wenn Sie Ihre Anschrift auf der Überweisung vermerken, senden wir Ihnen bei Spenden über 30,00 Euro eine Zuwendungsbescheinigung für ihr Finanzamt zu.


Alltagsbegleitung: Ausbildung und Begleitung
Etwa alle zwei Jahre bereiten wir engagierte Freiwillige auf die ehrenamtliche Tätigkeit als Alltagsbegleiter vor. Voraussetzung für die Teilnahme an der Qualifizierung sind Lernbereitschaft, Kontakt- und Beziehungsfähigkeit so wie ein gewisses Maß an Lebens- und eigener Krisenerfahrung.

Nach einer Informationsveranstaltung, einer schriftlichen Bewerbung und einem persönlichen Einzelgespräch beginnt die Ausbildung mit einem selbsterfahrungsorientierten Intensivwochenende. Daran schließen sich acht Einheiten á drei Zeitstunden in 14-tägigem Abstand an. Inhaltlich geht es a. a. um psychosoziale Krisen, suizidale Krisen, Depressionen, Trauer nach Suizid. Methodisch gibt es Impulsreferate, Rollenspiele, Phantasiereisen, Diskussionen. Grundsätzlich findet das Lernen über die eigene Person, also selbsterfahrungsorientiert, statt.

Im Anschluss an die Ausbildungsphase kommt die Gruppe weiterhin in 14-tägigem Abstand zur sogenannten Fallbesprechung bzw. Supervision unter der Leitung einer hauptamtlichen AKL-Mitarbeiterin zusammen. Zweimal jährlich gibt es Fortbildungsveranstaltungen. Wir erwarten die Teilnahme an mindestens einer internen Fortbildung pro Jahr.
Daneben feiern wir im Sommer ein Grillfest mit unseren Ehrenamtlichen und in der Adventszeit gibt es das traditionelle und sehr beliebte Adventsessen.

Hier findest Du uns

Arbeitskreis Leben Freiburg e.V.
Oberau 21

79102 Freiburg

Ansprechpartner
Wolfgang Stich

Tel: 07 61 - 3 33 88
Fax: 07 61 - 22 26 21 33

E-Mail: akl-freiburg@ak-leben.de



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Woher stammen diese Informationen?

Die Informationen zu diesem Helden stammen von dessen Internetseite.

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Arbeitskreis Leben Freiburg e.V.
Ansprechpartner:
Wolfgang Stich

Oberau 21

79102 Freiburg

Tel: 07 61 - 3 33 88
Fax: 07 61 - 22 26 21 33

Mail:
akl-freiburg@ak-leben.de
Webseite:
www.akl-freiburg.de
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