Drogenberatung e.V. Bielefeld


Bielefeld, Nordrhein-Westfalen
Kategorien: Kategorie Gesundheit Kategorie Resozialisierung Kategorie Suchtprävention 
Das sind wir

Die Drogenberatung e.V. Bielefeld wurde Anfang der 1970er Jahre gegründet. Im Rahmen ihrer ambulanten und stationären Arbeit hat sie sich seitdem zum Ziel gesetzt, drogengebrauchenden/abhängigen Menschen und ihren Angehörigen Hilfestellungen zu bieten die Leben erhalten, Leid lindern, Heilung fördern, Selbsthilfepotenzial stärken und ein eigenverantwortliches Handeln ermöglichen.

Drogenkonsum, -missbrauch und -abhängigkeit können nicht ausschließlich individualisiert betrachtet werden. Immer sind komplexe soziale Systeme miteinbezogen, mitgeschädigt und/oder entstehungsgeschichtlich mitverantwortlich.

Unser Angebot umfasst phasenspezifische und individuelle Beratung und Behandlung - von der Vorbeugung bis hin zu Maßnahmen zur gesellschaftlichen Reintegration - und wir mischen uns konstruktiv in bestehende gesellschaftliche und sozialpolitische Strukturen ein. Wir begleiten unsere Klientinnen und Klienten in ihrer aktuellen Lebenssituation, fördern ihre Kompetenz und stärken ihre persönlichen Ressourcen auf dem Weg zu einem selbständigen und eigenverantwortlichen Leben.

Die Drogenberatung e.V. Bielefeld beachtet ethische Standards (vgl. DHS \"ethische Standards\") zum Schutze der Ratsuchenden und der Wahrung ihrer Autonomie und Menschenwürde. Das Beratungs- und Behandlungskonzept der Drogenberatung e.V. beruht auf den Prämissen: Akzeptanz, Wertschätzung, Freiwilligkeit und Selbstbestimmung.

Aufbau und inhaltliche Gestaltung der verschiedenen Arbeitsfelder stehen im direkten Zusammenhang und in der kritischen Auseinandersetzung mit der Entwicklung und dem Verlauf der bundesweiten Drogenproblematik und Drogenpolitik. Die Drogenberatung e.V. Bielefeld engagiert sich für ein gesellschaftliches Klima, das von Akzeptanz, Humanisierung, Entkriminalisierung und Normalisierung geprägt ist.

Die Drogenberatung e.V. Bielefeld verpflichtet sich zur wissenschaftlichen Redlichkeit und ständigen Qualitätsverbesserung und -anpassung ihrer Arbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Drogenberatung e.V. bilden sich kontinuierlich weiter, handeln verantwortungsvoll, kreativ und fachkundig. Sie beteiligen sich bei Entwicklung und Umsetzung neuartiger Modelle und Projekte und bei der Erprobung neuer Behandlungsmethoden und wirken hierbei aktiv mit.

Eine wirtschaftliche, sparsame und transparente Haushaltsführung ist in der Drogenberatung e.V. eine anerkannte und praktizierte Notwendigkeit.

Das machen wir

Fachstelle für Suchtvorbeugung
Jede Sucht und Abhängigkeit hat immer ihren eigenen Verlauf und ihre eigene Geschichte. Als Ursache für eine Suchtentwicklung sind individuelle, gesellschaftliche und suchmittelspezifische Gründe zu benennen.

Die Erfahrungen oder Erlebnisse und die Verhältnisse, in denen Menschen leben, können so erschwerte Bedingungen darstellen, dass die alltäglichen Muster zur Problembewältigung nicht mehr funktionieren. Oftmals verhalten sich Menschen dann so, dass sie vor Problemen ausweichen. Dieses Ausweichen kann z.B. bedeuten, zu oft oder zu viel zu trinken und zu rauchen, stundenlang am Computer oder am Glückspielautomaten zu sitzen, das eigene Essverhalten nicht mehr im Griff zu haben oder illegale Drogen zu konsumieren. Ausweichendes Verhalten kann schon in der Kindheit beginnen und sich im Laufe der persönlichen Entwicklung ausformen.

Das Hauptanliegen unserer Arbeit ist die Vorbeugung von Suchtentstehung. Dabei stehen nicht die jeweiligen Suchtmittel im Vordergrund, sondern die Ursachen für ein Suchtverhalten. Im Mittelpunkt suchtvorbeugender Arbeit sehen wir sowohl die Persönlichkeit des einzelnen Menschen als auch seine jeweiligen Lebensbedingungen, in denen er lebt. Suchtvorbeugung zielt auf die Förderung von Schutzfaktoren ab, die einem riskanten und problematischen Suchtmittelkonsum oder gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen entgegenwirken.

Suchtvorbeugung unterstützt Prozesse in Familie, Kindergarten, Schule oder Ausbildung und Beruf mit Problemen, mit Sorgen, Schwierigkeiten im Alltag, mit den spezifischen Entwicklungsaufgaben der Kinder- und Jugendphase fertig zu werden.

Die Fachstelle für Suchtvorbeugung
  • entwickelt und erprobt Konzepte und Modelle zur Suchtvorbeugung auf kommunaler Ebene
  • plant, realisiert und vernetzt präventive Aktionen und Projekte
  • bietet Beratung/Hilfe bei der Initiierung, Planung und Durchführung suchtvorbeugender Maßnahmen
  • bietet Multiplikatorenfortbildungen an
  • führt Teamberatungen durch
  • bietet Beratung für Jugendliche und junge Erwachsenen an
  • führt Elternabende und Einzelberatung durch
  • stellt eine Infothek mit Informations- und Unterrichtsmaterial zur Verfügung
  • hält spezielle Medien vor und dokumentiert die suchtvorbeugenden Maßnahmen vor Ort
  • initiiert öffentlichkeitswirksame Maßnahmen mit suchtvorbeugender Zielsetzung
  • bietet Unterstütung bei der Entwicklung von Schulkonzepten zur Suchtvorbeugung an
  • bietet Fortbildungen zur Motivierenden Kurzberatung bei konsumierenden Jugendlichen an


Offene Szene
Nach offiziellen Schätzungen leben in Bielefeld rund 2.500 Menschen die von illegalen Drogen abhängig sind. Viele davon halten sich in der \"Offenen Drogenszene\" auf. Ihre Lebenssituation ist durch die tägliche Drogenbeschaffung, soziale und gesundheitliche Beeinträchtigungen, Kriminalisierung, Ausgrenzung etc. bestimmt. Zum Teil haben die Betroffenen keinen Kontakt zum Drogenhilfesystem oder zu einer medizinischen Versorgung.

Auf der Grundlage des dezentralen Drogenhilfekonzeptes der Kommune Bielefeld betreibt die Drogenberatung e.V. (seit Mitte der 80er Jahre) zwei niedrigschwellige Beratungs- und Kontaktcafés für betroffene Bielefelder Bürgerinnen und Bürger:

> Café Impuls in der August-Schröder-Straße 3a

> Café im Drogenhilfezentrum in der Borsigstraße 13


Die beiden Beratungs- und Kontaktstellen der Drogenberatung e.V. stehen dieser Zielgruppe als Treffpunkt und Aufenthaltsbereich zur Verfügung. Dort erhalten sie alltags- und lebenspraktische Hilfen, Beratung und gesundheitlich-medizinische Grundversorgung. Unabhängig von einer Abstinenzmotivation unterstützt dieses Angebot drogenabhängige Menschen darin, ihrer Verelendung in der Szene entgegen zu wirken, die aktuelle Lebenssituation zu stabilisieren, zu verbessern sowie Impulse zu einer weiteren Perspektiventwicklung anzunehmen.


Beratung
Die Drogenberatung e.V. Bielefeld richtet sich mit ihren Beratungsangeboten an Hilfe suchende Menschen, die Beratung und Unterstützung im Zusammenhang mit Drogen wünschen. Wir begleiten unsere Klientinnen und Klienten in ihrer aktuellen Lebenssituation, fördern ihre Kompetenz und stärken ihre persönlichen Ressourcen auf dem Weg zu einem selbständigen und eigenverantwortlichen Leben.

Im ersten Schritt können Ihre Anliegen während der Offenen Sprechstunden zeitnah entgegen genommen und bearbeitet werden. Unsere Beratungsangebote sind anonym und kostenlos. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Drogenberatung e.V. Bielefeld unterliegen der Schweigepflicht.

Unser Angebot umfasst die psychosoziale Begleitung und psychotherapeutische Beratung für Drogenkonsumenten/innen sowie deren Angehörige und Eltern. Drogenkonsumenten, die im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittel-Gesetz (BtMG) auffällig geworden sind oder sich bereits in Haft befinden, können eine gesonderte Beratung und Betreuung in der JVA in Anspruch nehmen an.

Schülerinnen und Schüler haben in unserem Haus die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Workshops zum Thema \"Sucht, Suchtentstehung und Suchtentwicklung\" zu beschäftigen. Für Jugendliche und junge Erwachsene haben wir ein spezielles Angebot \"Grashüpfer\" entwickelt.


Substitution
Die Substitutionstherapie hat sich seit Ende der 80er Jahre in Deutschland als eine weitere mögliche Behandlungsform der Heroinabhängigkeit entwickelt. Diese anfangs gesundheits- und drogenpolitisch überaus kontrovers diskutierte Therapieform wurde bereits seit vielen Jahren in den USA, der Schweiz und den Niederlanden erfolgreich eingesetzt. 

Im Rahmen eines wissenschaftlichen begleiteten Erprobungsvorhabens des Landes NRW konnte schließlich der Weg für diese Behandlungsmöglichkeit heroinabhängiger Menschen geebnet werden. 1992 nahmen die gesetzlichen Krankenkassen die Substitutionsbehandlung als vertragsärztliche Leistung in ihren Leistungskatalog auf. Heute gibt es bundesweit ein Versorgungsangebot in Arztpraxen, Substitutionsambulanzen und Drogenberatungsstellen, in dem aktuell ca. 70.000 drogenabhängige Menschen mit einem Substitutionsmedikament behandelt und psychosozial begleitet werden. Die Substitutionstherapie ist mittlerweile die häufigste therapeutische Antwort auf die Heroinabhängigkeit.

Das unter ärztlicher Aufsicht gegebene Substitutionsmedikament führt in aller Regel zu einer körperlichen und psychischen Stabilisierung der Patienten und lässt sie zu einem deutlichen produktiveren Lebensstil zurückkehren.

In der Versorgungsregion Bielefeld übernimmt die Drogenberatung e.V. Bielefeld im Bereich Substitutionsbehandlungen folgende Aufgaben als Clearingstelle und Vermittlung in Substitutionsbehandlung gemäß einer Kooperationsvereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bielefeld und die PsychoSoziale Begleitung substituierter Klientinnen und Klienten.


Fachklinik Casum
Die Drogenberatung e.V. Bielefeld ist seit 1972 Träger der Fachklinik Casum, einer stationäre Einrichtung zur medizinischen Rehabilitation drogenabhängiger Menschen (Entwöhnungstherapie). Der zur Therapieeinrichtung umgebaute westfälische Bauernhof befindet sich, landschaftlich reizvoll gelegen, am Rande des Teutoburger Waldes zwischen Bielefeld und Osnabrück.


Unser Behandlungsangebot richtet sich an drogenabhängige Männer zwischen 18 und 65 Jahren, die nach Wegen zu einem selbstverantwortlichen Leben ohne den Gebrauch von Suchtmittel suchen. Die Dauer der Therapie hängt von den individuellen Voraussetzungen jedes einzelnen Patienten und der Entwicklung seiner Therapiefortschritte ab. In der Regel liegt sie zwischen 12 und 26 Wochen.

Die therapeutischen Schwerpunkte der Fachklinik gliedern sich wie folgt:
  • Psychotherapeutische Angebote
  • Sozialberatungsangebote
  • Arbeitsbezogene Angebote
  • Sport- und Freizeitangebote
  • auf das Zusammenleben bezogene Angebote
  • auf die Zeit nach der Entlassung bezogene Angebote


Arbeits- und Beschäftigungsprojekte
Viele Menschen mit einer bestehenden Drogenproblematik wünschen sich eine Rückkehr bzw. einen Einstieg in das Berufsleben. Da es ihnen aber oftmals an Qualifizierung und Berufserfahrung fehlt, hält die Drogenberatung e.V. Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für substituierte sowie langzeitarbeitslose Frauen und Männer vor.

Das brauchen wir

Wir freuen uns über Ihre Spende.

Hier findest Du uns

Drogenberatung e.V. Bielefeld
August-Schröder-Straße 3a

33602 Bielefeld

Ansprechpartner
Michael Wiese

Tel: 0521. 96 780 -0
Fax: 0521. 96 780 -10

E-Mail: beratungsstelle@drobs-bielefeld.de



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Drogenberatung e.V. Bielefeld
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August-Schröder-Straße 3a

33602 Bielefeld

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Mail:
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Webseite:
www.drobs-bielefeld.de
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