Rechtsfürsorge e.V.


Lübeck, Schleswig-Holstein
Kategorien: Kategorie Resozialisierung 
Das sind wir

Der Rechtsfürsorge e.V. Resohilfe Lübeck ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der Hilfen für Straffällige und von Straftaten betroffenen Menschen anbietet. Gegründet 1841 als Tochterverein der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit Lübeck, beschäftigt sich der Verein schon seit über 150 Jahren mit dem Thema Straffälligkeit. Wir sind Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) und im „Schleswig-Holsteinischen Verband für Soziale Strafrechtspflege, Straffälligenhilfe und Opferhilfe“.

Das machen wir

Neben einer Übergangswohneinrichtung für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten verfügen wir über eine integrierte Sozialberatungsstelle, eine nach der Insolvenz-Ordnung anerkannte Schuldnerberatungsstelle, eine Ausgleichs- und Konfliktschlichtungs-Stelle/Täter-Opfer- Ausgleich sowie über eine Stelle für Aus- und Fortbildung und Begleitung von Ehrenamtlichen in der Freien Straffälligenhilfe. Zudem bieten wir in der Justizvollzugsanstalt Lübeck Schuldnerberatung, Sozialberatung, einen Alphabetisierungs-kurs sowie Integrationsberatung für russischsprachige Inhaftierte an.

Die Lebenssituationen unserer Klient/innen sind neben dem Merkmal der Straffälligkeit, das für sich allein noch keinen Hilfebedarf impliziert, durch geringen Bildungs- und Berufsstand, hohe Verschuldung, Langzeitarbeitslosigkeit, eine zu beobachtende Arbeitsunfähigkeit, soziale Isolation, ungesicherte Wohnverhältnisse und Suchtmittelproblematik gekennzeichnet. Hinzu kommt, dass auch Angehörige, Kinder und Lebenspartner/innen indirekt durch Straffälligkeit in soziale Not geraten können und der Beratung und Begleitung bedürfen. Neben den Hilfen für Straffällige bieten wir im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs auch Hilfe für von Straftaten betroffenen Menschen an.

Straffälligenhilfe ist Teil der sozialen Arbeit und will die soziale Integration, das Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dies kann nicht in Isolation und Aussonderung geschehen. Strafe allein, die sich an der Schwere der Schuld ausrichtet, ist nicht die adäquate Reaktion auf abweichendes Verhalten. Daher ist eine Angebotspalette von Hilfen nötig, die Freiheitsentzug - wegen seiner erwiesenermaßen schädigenden Einflüsse - vermeidet bzw. soweit wie möglich reduziert.

Das frühzeitige Einsetzen der Hilfen und rechtzeitig begonnene Entlassungsvorbereitungen bieten die beste Rückfallvorbeugung. Gerade die Übergangsphase von der Haft in die Freiheit ist für viele mit Schwierigkeiten verbunden.

Wir orientieren uns an den Leitlinien zum Selbstverständnis Freier Straffälligenhilfe, herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe (siehe: „Selbstverständnis Freier Straffälligenhilfe“ Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe e.V., Bonn 1997/www.bag-straffaelligenhilfe.de)

Das brauchen wir

Ehrenamtliche Mitarbeit in der freien Straffälligenhilfe

Zielgruppe:
Die meisten Menschen sind in der Lage, ihre Lebensprobleme zu bewältigen, ohne mit der Justiz in Konflikt zu geraten. Dass ein Mann oder eine Frau straffällig wird, kann sehr unterschiedliche Gründe haben. Negative Kindheits-
erfahrungen, persönliche Perspektivlosigkeit, der fehlende Arbeitsplatz, finanzielle Probleme, das soziale Umfeld... sind mögliche Erklärungen, warum jemand aus der Rolle fällt.

In der Haft kommen meist noch weitere Probleme hinzu. Die Tat und die Strafe wirken fort, der Gefängnisalltag macht zu schaffen, die auf die Zukunft gerichteten Gedanken sind vorwiegend düster. Bei längeren Haftzeiten bröckeln die bisherigen sozialen Kontakte außerhalb der Mauern und die Isolation nimmt zu. Viele Gefangene berichten über Einsamkeit und einen Mangel an vertrauensvollen Beziehungen.

Darum ist es sinnvoll und notwendig, Gefangene während ihrer Haftzeit und danach zu begleiten.

Hilfen:
Straffällig gewordene Menschen haben in vielerlei Hinsicht Schwierigkeiten und oft nicht nur ein Problem, bei dem sie ganz praktische Hilfe gebrauchen können:

  • bei der Führung von Schriftverkehr
  • bei gerichtlichen Verfahren
  • beim Umgang mit Ämtern, Behörden
  • bei der Suche nach Wohnung und Arbeitsplatz
  • beim Aufbau und der Stabilisierung von sozialen Beziehungen
  • bei der Überwindung von Sprachbarrieren
  • beim Umgang mit Suchtproblemen

Kontakte zu den Gefangenen können vielfältig sein:

  • Einzelbetreuung von Gefangenen
  • Gesprächsgruppen
  • Freizeit – und Kreativgruppen
  • Briefkontakte

Die Straffälligenhilfe erfüllt sehr viele Aufgaben und Ehrenamtliche können ganz ihren Fähigkeiten entsprechend in vielfältiger Weise helfen.

Fähigkeiten:
Ehrenamtliches Engagement erfüllt eine wichtige Brückenfunktion zwischen straffällig gewordenen Menschen und der Gesellschaft. Jede Bürgerin, jeder Bürger trägt Fähigkeiten in sich, die Anstoß für den anderen werden können, seine eigenen zu entdecken. Einige Voraussetzungen sind aber für die Begleitung von Straffälligen wichtig:

  • Soziales Engagement
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • eine gefestigte Persönlichkeit
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Interesse und zeitliche Möglichkeit für eine kontinuierliche Helfertätigkeit
  • Bereitschaft, sich mit der eigenen Motivation und der Helfertätigkeit auseinander zu setzen

Angebote:
Die ehrenamtliche Mitarbeit in der Straffälligenhilfe ist eine anspruchsvolle, manchmal auch schwierige Aufgabe. Zur Unterstützung stehen verschiedene Angebote zur Verfügung:

  • Kostenlose Schulungen und Weiterbildungsangebote zur Vorbereitung und zur Vertiefung der Kenntnisse
  • Informationen und Beratung
  • Gesprächskreise ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen
  • Praxisbegleitung und Supervision
  • Vermittlung von Kontakten zu Betroffenen
  • Auslagenerstattung
  • Unfallversicherung

Die Ehrenamtlichen wählen selbst, wo und wie sie sich engagieren wollen. Sie bestimmen selbst, wie viel Zeit und Kraft sie investieren können, wann und wo sie ihre Grenzen setzen. Sie verantworten selbst ihr Vorhaben und treffen auf Gleichgesinnte und eine Gemeinschaft, die ein gemeinsames Ziel verfolgt.

In unserer Gesellschaft ist ehrenamtliches Engagement ein notwendiger Teil solidarischen Handelns, um den Ausschluss vieler Mitglieder zu verhindern.

Hier findest Du uns

Rechtsfürsorge e.V.
Kleine Kiesau 8

23552 Lübeck

Ansprechpartner
Kerstin Olschowsky

Tel: 0451 - 799 19 0
Fax: 0451 - 799 19 15

E-Mail: kerstin.olschowsky@resohilfe-luebeck.de



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Fax: 0451 - 799 19 15

Mail:
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Webseite:
www.resohilfe-luebeck.de
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